Neue Navigation durch Card Sorting

Ziele und Kontext

Spitzenuniversität mit digitalem Exzellenzanspruch

Ziele und Kontext

Die Technische Universität München gehört zu den international renommierten deutschen Spitzenuniversitäten (u.a. 13 Nobelpreisträger). Durch ihre herausragenden Leistungen in Forschung und Lehre ist sie Bestandteil der Exzellenzinitiative des Bundes. Ihren 25.000 Studierenden in 133 Studiengängen bietet sie intensive Kooperationen mit internationalen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Die Website mit ihrer historisch gewachsenen Navigationsstruktur konnte dem elitären Anspruch der TUM nicht mehr gerecht werden. Valitons Analyse identifizierte die folgenden Aufgabengebiete, um auch online mit der internationalen Elite gleichzuziehen:

  • Validierung und Optimierung der Navigationsstruktur
  • Neukonzeption und Redesign der Startseite

Das hiermit verbundene Ziel war es, den vielschichtigen Zielgruppen ein Online-Angebot zu liefern, das sie in ihren individuellen Informationsbedürfnissen optimal leitet bzw. sie in ihren täglichen administrativen Aufgaben zielgerichtet unterstützt.


Projektmandat

Durch Valiton erbrachte Leistungen

Analyse & Beratung
Konzeption & Spezifikation
Projekt-management
Umsetzung
Qualitäts-sicherung
Application Management

Vorgehensweise

 

Das Projekt bestand aus zwei aufeinander aufbauenden Phasen. In Testphase 1 diente die Beteiligung von Probanden als Basis, um die tatsächlichen Nutzungsbedürfnisse und mentalen Modelle der Zielgruppen zu erfassen.

Die hieraus abgeleiteten Hypothesen und Konzepte wurden wiederum zur Qualitätssicherung von weiteren Probanden in Testphase 2 validiert.

Die Aufgabengebiete "Navigationsstruktur" und "Konzeption Startseite" wurden parallel bearbeitet, um optimale Synergieeffekte zu erzielen.


Optimierung der Navigation

Card Sorting und Probanden-Interviews


Navigationsstruktur - Phase 1

 

Es wurden insgesamt 20 Probanden ausgewählt, die repräsentativ für die einzelnen Zielgruppen standen. In Einzelinterviews konnten Erkenntnisse über die individuellen Nutzungsszenarien und Beweggründe zum Websitebesuch erlangt werden.

Anschließend galt es für die Probanden 200 ausgewählte Unterseiten der TUM-Website nach dem eigenen individuellen Ordnungsschema bottom-up neu zu gruppieren und eigene Oberkategorien zu bilden. Gezieltes Nachhaken lieferte hierbei zusätzlichen Input hinsichtlich der mentalen Modelle jedes einzelnen Probanden.

Aus diesen 20 verschiedenen Navigationsstrukturen galt es Schnittmengen, gemeinsame Muster und etablierte Terminologien zu identifizieren, die zur Herleitung der späteren Navigationsstruktur beitragen konnten. Grundlage dieser neuen Struktur bildeten fünf Content-Kategorien, mit Hilfe derer es dem Kunden ermöglicht wird, auch langfristig neue Seiteninhalte der optimierten Navigation stringent zuzuordnen. Diese und weitere Maßnahmen ermöglichten eine Verschlankung der Navigationsstruktur um 15%.


Navigationsstruktur - Phase 2

 

In der darauffolgenden Testphase wurde diese neu entwickelte Navigationsstruktur mit der Hilfe weitere Probanden validiert. Anhand eines voll funktionalen Website-Prototypens mussten verschiedene praxisnahe Testszenarien durchlaufen werden. Die Time-to-Completion und optional in Anspruch genommene Hilfestellungen dienten hierbei als Validierungsindikatoren.

Im Durchschnitt konnten alle Szenarien in unter 30 Sekunden gelöst werden, was eine erhebliche Verbesserung zum Status-Quo bedeutete. Einzelne Probanden berichteten von Erinnerungen an gänzlich vergebliche Versuche gewünschte Informationen auf der Website zu finden.


Neukonzeption der Startseite


Konzeption Startseite - Phase 1

 

Die in den Probandeninterviews gewonnen Erkenntnisse flossen gleichermaßen in die Neukonzeption der Startseite ein. Hierbei erfolgte eine stringente Herleitung durch die Priorisierung der Elemente in einer Flurplanung und der anschließenden detaillierten Ausarbeitung im Wireframe. Dabei galt es besonders die jeweiligen Einstiegspunkte für die einzelnen Zielgruppen zu beachten.

Bei der grafischen Umsetzung der neu konzipierten Startseite erfolgten zwei Skinning, die beide auf dem identischen Wireframe basierten. Ein Styleguide-konformer Ansatz, der eine logische Weiterentwicklung des Status Quo entspricht – und ein freier Ansatz, der sich moderner zeitgemäßer Stilmittel bedient.

Die Grundlage dieses freieren Ansatzes bildeten die Brandattribute der TUM. Die Gruppierung dieser Attribute und anschließende Überführung in sechs verschiedene Mood Boards, die die jeweiligen Stilemente und Farbgebung illustrierten, erleichterten dem Kunden das Mitwirken bei der Ausgestaltung dieses Designentwurfs.


Konzeption Startseite - Phase 2

 

Diese zwei Designs wurden wiederum einer Reihe von TUM-nahen Probanden vorgelegt. Ihre subjektiven Eindrücke und Empfindungen konnten sie jeweils anhand eines mehrstufigen Scoring-Fragebogens festhalten. Beide Designs stießen dabei auf eine starke Akzeptanz unter den Probanden, wodurch sich kein klarer Favorit herauskristallisieren konnte.

Auf Grund des perspektivischen Ziels sich im nationalen, wie auch im internationalen, Vergleich als innovative und zukunftsorientierte Universität zu positionieren, sprach Valiton eine Empfehlung zum neuen Design-Ansatz aus. Durch die starke Anlehnung an die TUM-Brand Attribute, unterstreicht das Design das eigene Selbstverständnis der Universität sowie ihrer Studenten und Mitarbeiter.


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